Musikgefühl

Der Soundtrack meines Lebens

Fields of Gold

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Vom Singen in die Maske

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Das erste Lied mit Playback und eingesungen

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Die Musik nahm viel mit sich mit, und gab mir viel zurück.

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Auftritt | Chor | Lebensgefühl | Sing lauter

Ein Gefühlschaos und Musik

von am 31. Dezember 2016

Weihnachten, eine Zeit voller Musik. Ich habe gesungen, wie in meinem ganzen Leben noch nicht und habe festgestellt: Musikgefühl gibt es. Einmal channeled Musik Gefühle. Und Gefühle suchen sich ihre Musik.

Der 12.12.2016. Was ein beschissenes Datum. Meine Mama ist gestorben. Friedlich, still und in Ruhe. Sie fiel in Ohnmacht, das Herz blieb stehen und sie kam nicht mehr zurück. Dankbarer und Versöhnlicher kann der Tod ja einfach nicht kommen, oder?

Ich steckte gerade in den Vorbereitungen zum Weihnachtachtsauftritt des Chors. Ich probte für den Gesangstunterricht „Fields of Gold“ und in meinen Gefühlen brach das Chaos aus.

„Fields of Gold“ bekam nun eine tieferen Sinn und es wird mir wahrscheinlich schwer fallen, es je wieder zu singen. Den Gesangsunterricht brauchte ich nach dem Tod meiner Mama jedoch, so dass ich mit Jasmin nochmals an den Song ging…. All meine Gefühle flossen in den Song… Und er klang wie er klingen sollten. Und es war das schwerste, was ich je getan habe. Gefühle zulassen. Das geht nach wie vor nur durch den Katalysator Musik.

Und ein paar Tage später war der Chorauftritt. „Wenn ich ein Glöcklein wär“. Ein Ave Maria, auf das sich meine Mama so sehr gefreut hat. Es war mir so wichtig es durchzuziehen, gleichzeitig wusste ich jedoch, das würde nicht einfach werden. In den Proben war ich den Tränen nahe, aber beim Auftritt schmetterte ich mein Ave Maria in den Weihnachtshimmel, dass sie sicher stolz auf mich war.

Nach dem Auftritt jedoch, da brachen alle Dämme, ich musste weinen. Da blieb nur nich ein Danke an meine Chorleiterin sagen und sich schnell aus dem Staub zu machen. Das Gefühlschaos von Stolz bis unendlicher Traurigkeit war nicht auszuhalten!

Und wie geht es nun weiter?

Ich mache weiter. Ich freue mich nach drei harten Wochen auf ein wenig Normalität in meinm Leben.

In der 2. Januar Woche geht alles wieder los. Ich sehe Jasmin, ich sehe Kerstin und ich singe weiter. Es braucht einfach von mir mehr Gefühl, damit es gut wird. Vielleicht hat Mama mir das nun beigebracht… Wer weiß, vielleicht kann ich das nun ein wenig mehr zulassen, damit ich sie oben auf der Wolke stolz machen kann und sie lächelnd zu mir runterblickt.

In den letzten Tagen hab ich ein Album gefunden, was mich musikalisches begleitet im Jahreswechsel. Lebenssoundtrack ist so wichtig. Christina Stürmers Album Seite an Seite.

Das alles habe ich vielleicht mit meiner Mama gemacht. Aber sie bleibt an meiner Seite und diese Verbundeheit kann ich musikalisch ausdrücken. Denn Reden war noch nie meine Stärke.

Geht ihr mit mir diesen Weg? Lasst es mich wissen, denn Seite an Seite ist viel schöner als allein.

Mit dem Chor, mit Kerstin, mit Jasmin gehe ich weiter, Seite an Seite. Weil mit Musik alles besser geht und einen trägt.
Denn wenn Wörter nichts mehr sagen, dann sagt Musik einfach alles!

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Gesangsunterricht | Lebensgefühl

Die Sache mit der Kritik

von am 10. November 2016

Nachdem ich mich ja über meinen Fortschritt bei dem Disneysong so gefreut habe, der sicher durch zuviel denken noch immer nicht perfekt ist, habe ich gestern ne ordentliche Klatsche für das Lied erhalten.

Ich weiß nicht, ob ich es „Freundeskreis“ nennen kann, wahrscheinlich eher Bekanntenkreis.

Unter einen Schnipsel, der genauso klang, wie ich das wollte und beabsichtigt habe wurde drunter geschrieben:

„Das ist nicht mein Fall. Viel zu technisch. Zu wenig Gefühl. Vielleicht bin ich zu überkritisch mit dem Lied.“

Zu wenig Gefühl? Zuviel Technik? Ich weiß ja nicht was ich jetzt davon halten soll. Zumindest hört man Technik, darauf kann ich in jedem Fall stolz sein. Der nächste Schritt vom Meister, den ich erklommen habe. Und das mit dem Gefühl, daran arbeite ich. 

Es gibt halt Menschen, denen wird alles in die Wiege gelegt. Das finde ich bewundernswert. Und dann gibt es solche wie mich. Die müssen hart arbeiten, sich immer wieder fördern und es dauert, bis die ersten Schritte erkennbar sind.

Ich finde, ich hab schon viel gelernt, ich kann ganz oft beim Singen schon meinen Kopf ausstellen, aber eben noch nicht immer. So dass man mein ratterndes Gehirn hört.

Ich weiß gar nicht, warum mich diese Kritik so sehr getroffen hat. Dass dieses Lied sicher schon von anderen besser gesungen wurde, dies steht außer Frage. Aber mir geht es auch nicht um das Besser sein, sondern darum, mich herauszufordern und besser zu werden. Und das habe ohne Zweifel geschafft. Ich komm besser in die Höhen, ich hab mir Volumen erarbeitet.

Ich will jetzt auch keine Entschuldigungen suchen, warum da „zu wenig Gefühl“ angeblich drin ist. Das war das, was ich auf meinem heutigen Stand leisten kann. Das will ich dokumentieren. Nicht mehr, nicht weniger!

Meine liebste Jasmin sagte gestern.

„Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“
Recht hat sie. 

Wahrscheinlich trifft mich diese Kritik, weil ich dachte, dieser Mensch weiß, warum ich singe, was meine Idee dahinter ist.
Ihr Lieben, ich will euch keine Bühnenplätze auf Cons klauen. Aber ich möchte singen, was ich mag und was mich gerade ausdrückt. Und wenn das aber „euer“ Lied ist und ich euch das nicht gut genug singe? Dann ist das für euch so. Ich jedoch mag es, ich bin in dem Moment stolz auf mich und das was ich mit harter Arbeit geschafft habe. 

Ich will einfach nur besser sein, als ich gestern noch war, ich will nicht „das Ding“ von irgendwem sein, ich will in erster Linie mein Ding sein. Und wenn das meine „Freunde“ nicht wissen, dann brauch ich sie nicht als „Freunde“.

Kritik nehme ich gerne an, sonst werde ich nicht besser. Aber gerade von den Menschen, die mich begleiten, die ich irgendwie zu Freunden zähle, erwarte ich Kritik auf einem anderen Level. Die sollten sich vielleicht mal mit dem, was ich tu auseinandersetzen? Ein wenig Interesse. Warum singt dieser Mensch, was ist die Absicht und was das Ziel. Ich dachte das von diesem Menschen…. Aber das tut er wohl doch nicht. 

Es geht nicht um mich als fertige Sängerin, sondern es geht um meinen Weg, eine für mich gute Sängerin zu werden!
​​
​Mein Statement dazu. Ich weiß, was ich kann und weiß ebenfalls, was davon gut ist und was nicht. 

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Gesangsbergleichsproben | Lieblingslied

Ein weiteres Jahr

von am 8. November 2016

Vor einem Jahr nahm ich einen Disneysong auf. Auf Deutsch. Aus dem „Glöckner“ OST. „Gott deine Kinder“ in der Musical Version.

Hier mal die Aufnahme.

 

Vor ein paar Tagen kam mir der Song wieder in den Kopf und ich habe die Version von Bette Midler gehört. Der englische Text ist so schön, dass ich den, obwohl ich Englisch jetzt nicht so gerne von mir gesungen höre, einfach nochmal gesungen habe.

Und es klingt so anders, weicher, voller, entspannter.

Oder wie findet ihr das? Lass mir doch einfach mal eure Meinung da.

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Chor | Gesangsunterricht

Nächste Stationen

von am 4. November 2016

Es ist soooo viel passiert und ich gehe meinen Weg in der Musik. Und das erfüllt mich mit unendlicher Freude.

Der Chor macht unendlich viel Spaß. Wir erarbeiten und Robbie Williams mit „Let me entertain you“ und ich bin von mir selbst verblüfft, dass ich das Lied tatsächlich mag.
Heute kam die Mail von Kerstin. Ab Morgen werden wir uns an den ersten Weihnachtssong setzen für den 18. Dezember.

„White Christmas“ wird es sein. Ich freue mich so sehr darauf, das ich heuten gleich mal angefangen habe es zu üben. Es ist sicher keine Chorversion, aber diese Swingversion mag ich auch sehr.
Das muss ich dann nur weicher singen, dann funktioniert das auf jeden Fall.

 

Dann übe ich im Gesangsunterricht mittlerweile einen Klassiker von Sting.  Eine Coverversion von „Fields of Gold“ von Eva Cassidy. Es ist wirklich schön und schwer. Die erste Probe war jetzt nicht so pralle, aber mir ging es vom Kopf auch nicht so toll. Der Knoten ist aber geplatzt und Mittwoch bin ich guter Dinge, dass es klaptt. Vorgestern haben wir es mal aufgenommen, da gefiel mir persönlich nur der letzte Rest, aber es ist ausbaufähig.


Fields of Gold von cmepinky

 

Und dann ist da noch meine persönliche Challenge. „Defiyng Gravity“. Mit Sascha im Duett. Ich hab mich ein wenig hängen lassen. Aber ich bin wieder da und motivierter denn je an mir zu arbeiten. Denn das alles erfüllt mich mit Stolz und Glück.

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Chor | Gesangsunterricht | Lieblingslied | Sing lauter

Neue Herausforderungen

von am 5. Oktober 2016

Wenn Jasmin mit neuen Songs kommt, die ich unbedingt doch mal singen sollte, dann muss ich doch immer Schlucken.
Adele? Idina Menzel? Puh, harte Nüsse. Und immer die Frage. Kann ich das? Und dann die Antwort von Jasmin:
„Willst du es können? Dann kannst du es auch!“

Und bisher hatte sie recht. Sogar Yvonne Catterfelds jazziger Song „Soviel mehr als Liebe“ klingt so, wie ich es von mir nie erwartet hätte. Vor sechs Wochen saß ich noch beim Gesangsunterricht und behauptet selbst:
„Das kann ich nicht!“

Und ich habe Bullshit gelabert. Ich kann es. Endlich haben meine Chorkopfstimme und meine Bruststimme zueinander gefunden. Ganz plötzlich. Ich wusste ja, die Kopfstimme funktioniuert schön im Chor. Bestätigung bekam ich dafür in den letzten Wochen genug. Meine Bruststimme habe ich in den letzten Monaten kennegelernt und ich liebe diese volle, runde Stimme. Nur der Übergang in der Mischstimme war immer sehr hart und abgehackt. Dank Mi li li, nü si nü und nu no na ne ni i i i i wird dieser Übergang fließend und eröffnet mir ganz viele neue Möglichkeiten.
„Let it go“ klingt ungewohnt neu für mich, wenn ich den jetzt singe, bei Adele mache ich mir selbst Gänsehaut und die Catterfeld (sagt es aber keinem weiter) mag ich sehr.

Die Catterfeld ist noch nicht abgeschlossen. In drei Wochen geht es damit weiter. Im Chor singen wir jetzt „Let me entertain you“ von Robbi Williams und auch dieses, was vorher unmöglich schien, funktioniert jetzt.

Und auch ich habe mir eine Herausforderung gestellt.

„Defying Gravity“ aus dem Wicked Musical. Das kenne ich noch nicht so lange, aber es scheint machbarer als die Menzel mit „Let it go“ zu sein.
Und wenn mir jemand anders als ich sagt: „Das kannst du nicht!“, dann werde ich ja zur weiblichen Marty McFly!

Und der eine Satz stimmt wie die Faust aufs Auge:

Ich bin es so Leid mir von anderen sagen zu lassen, was ich kann! Ich kann und ich werde alles versuchen, was ich für wichtig und richtig halte! Das mag arrogant und eingebildet klingen, aber soll ich euch allen was sagen? Solange es mich und mein Leben erfüllt und reicher macht, könnt ihr mich mal gehörig am Arsch lecken.

Sorry, für die harten Worte, aber:

„I’m through with playing by
The rules of someone else’s game“

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Chor | Rampenlicht

Der erste Chorauftritt

von am 29. September 2016

Der erste Chorauftritt ist nun wieder fast 2 Wochen her, aber ich zehre noch heute davon. Zum einen tut es nach der vielen Anstrengung noch immer derbst in der Hüfte weh, aber wenn ich mich an den Auftritt im Theater am alten Markt in Bielefeld erinner, dann muss ich lächeln.

3 Wochen proben für 5 Minuten auf den Brettern, die die ganze Welt für mich bedeuten! Ich stand ganz hinten, weil 4 von meinen Mitsopranos meine Stimme brauchten um ihren Ton zu bekommen. Das tat so gut.

Großer Applaus, rufe nach Zugabe, viel Lob und ein nächster Auftritt.

Am 4. Advent, 18. Dezember singen wir Weihnachtslieder auf dem alten Marktplatz.
Ich freue mich schon riesig und bin froh ein Teil von etwas Großartigem zu sein!

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Auftritt | Chor | Pricefield | Rampenlicht

Die Achterbahn der Gefühle

von am 5. September 2016

Das letzte Wochenende war für mein Musikgefühl eine wahre Herausforderung.

Es brachte mir Gänsehaut vor Freude, aber auch einen Kloß in den Hals vor Wut. Und das alles innerhalb von 6 Stunden.

Aber lasst mich doch mal von Anfang an erzählen.

Am Samstag war es wieder soweit. Die erste Chorprobe mit „OneVoice“ fand statt. Darauf hatte ich mich so gefreut. Die Proben für das Abrahamsfest in Bielefeld am 18. September starteten jetzt.
„Ode an die Freude“ war das erste Lied, was wir probten. Und ich in meinem geliebten Sopran, der nach 1,5 Jahren Gesangsunterricht alles andere als piepsig und klein klingt.
Ich stellte mich, wie ich das also immer machte, in die letzte Reihe, sang immer erst zurückhaltender mit, traute mich aber mit jedem Mal mehr.
Eine Dame aus der Alt-Stimme fühlte sich dort gar nicht wohl und kam während der Probe ebenfalls in den Sopran. Auch hier fiel es ihr schwer die Töne zu halten und zu kriegen.
Die Dame, hinter der ich schon die ganze stand und der ich somit unweigerlich ständig ins Ohr sang, schubste den Neuankömmling neben sich und sagte.
„Hier, sie kann toll singen, die hält die Töne so schön. Hör mal wie sie das macht, das wird dir helfen.“
Verwirrt. Sie meinte mich.
„Du singst wirklich toll, du hast eine ganz zauberhafte Stimme.“

Das, muss ich einfach mal sagen, ging runter wie Öl. Und spornte mich an. Es bestätigt mich, dass es das richtige ist, was ich da gerade tu.
Und genau deswegen freue ich mich nun noch viel mehr auf den Chorauftritt im Theater am alten Markt. Ich hab mir ein neues schwarzes Kleid gekauft, weil wir als  Choroutfit alle was Schwarzes tragen sollen und dazu einen roten Hingucker. Das Tuch hat mir nun meine Mama gegeben.

Beflügelt von diesen Ereignissen ging es dann zum nächsten musikalischen Termin. Der Auftritt mit 2 eigenen Songs bei Kunst gegen Bares. Eine offene Bühne für Künstler jeder Art.

Sascha und ich stellten uns also als Pricefield vor und nahmen zwei unser eigenen Songs mit.

Mutig und voller Elan sangen wir, ganz ohne Mikro, weil nur eines vorhanden war und erfüllten den Raum.Ich fand es toll. Und ich glaube auch die Menschen waren sehr zufrieden. Die Gesichter sahen entspannt aus, der Applaus war gut und zum Schluss kamen für neun Minuten Einsatz für was eigenes ganze 10.22 Euro rum.

Ein paar Menschen schien das, was wir das gemacht haben, gefallen zu haben, auch wenn wir damit nicht gewonnen haben. Aber so ist das Leben. Was neues hat es immer schwer.

Ich hatte richtig viel Spaß und ich mache weiter mit Sascha, dem Chor und allem anderen.

Auch die 2 Männer, die sich das Lachen verkneifen mussten und hochrote Köpfe bekamen, weil irgendetwas tierisch lustig war, haben Freude an unserem Auftritt gehabt. Zumindest habe sie sich lachend amüsiert. Schade das wir keine Comedy-Truppe sind, dann hätten sie auch laut loslachen dürfen. So mussten sie mit ihrem Zwerchfell leise Impulskontrollübungen machen. Das tat sicher später weh.

Wenn Musik die Massen spaltet, dann hat man es geschafft, sagt Jasmin. Denn nichts ist schlimmer, als mit dem Gefühl, ist mir egal, gehört und wahrgenommen zu werden. Gute Musiker provozieren und haben sowohl Menschen, die es mögen, aber auch die, die es hassen oder eben nur urkomisch finden.

Hurra, ich habe eine Chance ;).

Also, ihr lieben Männer mit dem Sauerstoffmangel, ich danke euch, dass ihr mich, uns, wegen was auch immer ausgelacht habt. Wir sind also auf dem richtigen Weg. Und mit 10 Euro haben wir nicht nur Geld sondern auch ein wenig Selbstvertrauen kassiert. Denn das Geld kam freiwillig von Menschen, die das honoriert haben, was wir tun!

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Gesangsunterricht

Es geht wieder los

von am 24. August 2016

HUUUUURRAAAAA

Die Ferien sind in NRW nun um. Und das bedeutet. Neue Runde Gesangsunterricht. Ich habe Mittwochs endlich wieder Sinn. Ich hab mich heute wirklich sehr darauf gefreut. Vor allem, weil es ja nun an einen neuen Song geht. Ich habe mir die letzten Wochen Gedanken gemacht, was ich denn nun eientlich singen will. So wirklich  viel ist mir nicht eingefallen. Oder eben viel zu viel.

Und da ich mir fast sicher war, das auch die liebe Jasmin was im Gepäck hat, habe ich mich einfach überraschen lassen. Ha, tatsächlich, sie schaute mich mit ihren großen Kulleraugen an und schlug mir einen Song vor. Nachdem so Phrasen wie „du musst aber stark sein“ „auf Hochzeiten singen“ und „deutsch“ fielen, bereitete ich mich auf eine Schnulze vor.

Gegen Deutsch hab ich jetzt nichts, singe ich tatsächlich lieber als Englisch. Aber ne Schulze.

Die ersten Töne erklangen und es war ein sehr souliges Lied.

Von Yvonne Catterfeld „So viel mehr als Liebe“

Alter, was ein schwerer Song. Kopf und Bruststimme zusammen und entspannt. Warum ich das machen soll ist mir klar. Und mir ist klar, dass es mich nur weiterbringen kann.

Solange ich keine Wolken schieben muss, ist alles gut. Ich mag auch den Text und je öfter ich den Song höre, desto besser finde ich ihn.
Wie schon so oft, wenn ich die Vorschläge von Jasmin angenommen habe.

Herausforderung angenommen. Irgendwas wird Jasmin sich wohl dabei gedacht haben! Vielleicht bin ich ja eher die Soulsängerin als die Popkönigin und MetalHexe? Wer weiß das schon.

Wie du mich in den Wahnsinn treibst
Wenn du wieder alles besser weißt
und sagst: „Du wirst schon sehn“
Wenn du ’nen Scherz auf meine Kosten reißt
Und ich vor Lachen keine Antwort weiß
Weil nur wir beides verstehn

Es war ein sehr langer Weg zu dir
Doch jetzt sind wir hier

Du bist so viel mehr als Liebe
Du bist so viel, so viel mehr
Du bist so viel mehr als Liebe
Du bist so viel, so viel mehr

Wie du mich nicht ernst nimmst,
Wenn ich mich zu wichtig nehm
und du nicht hörst, was ich sage
Wie du mich wieder runterziehst,
wenn ich grade zu weit oben flieg
und den Boden verloren hab

Es war ein sehr langer Weg
von mir ganz hin zu dir

Du bist so viel mehr als Liebe
du bist so viel, so viel mehr
Du bist so viel mehr als Liebe
du bist so viel, so viel mehr

Zum Glück bist du nicht wie ich
du bist das Beste für mich
ich kann dir nicht widerstehen
du durchkreuzt meinen Plan
wirfst mich total aus der Bahn
immer wenn wir uns ansehen

du bist so viel, so viel mehr

Du bist so viel mehr als Liebe
du bist so viel, so viel mehr
Du bist so viel mehr als Liebe
du bist so viel, so viel mehr

Du bist so viel mehr als Liebe
du bist so viel, so viel mehr

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Auftritt | Gesangsunterricht | Rampenlicht

Ein virtuelles Tagebuch

von am 12. August 2016

In den letzten Tagen habe ich meinen YouTube Channel erweitert.
Meinen Gesangsunterricht, die Übungen und die Songs, die ich versuche, die halte ich auf diese Art fest. In erster Linie für mich.
Dabei kam jetzt die Frage auf, warum ich das denn mache, wenn es mir doch nicht um Erfolg geht.

In erster Linie geht es natürlich um Dokumentation. Wie Vorher – Nachher – Fotos. Ich halte fest, wie es vorher war und schaue, wie es später klingt. Dafür ist es natürlich wichtig irgendwie auf Altes zurückzugreifen.

Aber als ich für meinen VLog so über mich nachdachte, wurde mir bewusst, warum ich wirklich soviel singe. Es klingt paradox. Aber es ist so. Zum Singen ist es wichtig in den ganzen Körper zu atmen, aufzumachen, weitzuwerden. Das stützt den Ton und man klingt voller.

Für mich bedeutet das, ich muss meine Schmerzen, die ich wegen einer langen Rückengeschichte habe, zuzulassen und genau dorthin zu atmen.

Natürlich tut das dann weh, saumäßig. Aber es ist ein Zeichen, dass ich die richtige Atemtechnik habe.

Wenn ich dann beginne zu singen, vor allem auf einer Bühne, dann passiert etwas, wie ich finde, magisches.

Die Schmerzen sind zwar nicht weg, aber sie treten zurück, sie machen Platz für die Musik und den Gesang und ich empfinde die Schmerzen nicht mehr als belastend. Sie sind da, aber sie sind fast angenehm.

Das klingt bekloppt, ich weiß, aber es ist so. Wenn ich könnte, würde ich den ganzen Tag singen. Das geht nur leider nicht. Doch ich nutze einfach jede Möglichkeit.

Singen ist meine Schmerztherapie, nur ohne Tabletten.

 

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Pricefield | Rampenlicht

Ich habe es getan, warum?

von am 8. August 2016

Ich bin eine Wiederholungstäterin. Ich habe mich wieder auf  die Bühne gestellt und gesungen. Und ich liebe es eine Rampensau zu sein.
Dieses Mal war es schon eher ein Seelenstriptease. Sascha hat mich bei meinen Solosongs einfach mit der Gitarre begleitet und ich habe gesungen. Wie ich es gefühlt habe, wie ich es interpretiert habe, wie es gerade so rauskam.
Zu Anfang war ich mega nervös. Das ganze war draußen und ich hab den Menschen, die zugehört haben direkt in Gesicht schauen können. Das war schon megaaufregend. Ich konnte sehen, ob sie das mögen, was ich da tu oder nicht. Aber sie lächelten, klatschten und machten mit. Das gab mir unter anderem für Becca – I am Alive die nötige Sicherheit den einfach „Rauszurotzen“.
Es ist so paradox.
Bei dem Soundcheck war ich nervös, hatte Schweißausbrüche und dachte, ne, das packst du nicht. Als aber dann die ersten Töne gesungen waren, war es vorbei.
Ich habe das Gefühl, das es live einfach alles besser klingt als woanders, das ist wie auf Knopfdruck alles da, was ich gelernt habe und irgendwie noch mehr.
Dieses Mal wurde es sogar aufgenommen, so dass ich mich auch mal selbst hören kann und hoffe, das ich so meinen Eindruck bestätigt bekomme.

Fest steht, mir tut Musik gut. Für einen kurzen Moment ist die Welt in Ordnung.
Ich will nicht besser sein als irgendwer, ich will einfach besser sein, als ich gestern noch war.

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