Gesangsunterricht | Lebensgefühl

Die Sache mit der Kritik

von am 10. November 2016

Nachdem ich mich ja über meinen Fortschritt bei dem Disneysong so gefreut habe, der sicher durch zuviel denken noch immer nicht perfekt ist, habe ich gestern ne ordentliche Klatsche für das Lied erhalten.

Ich weiß nicht, ob ich es „Freundeskreis“ nennen kann, wahrscheinlich eher Bekanntenkreis.

Unter einen Schnipsel, der genauso klang, wie ich das wollte und beabsichtigt habe wurde drunter geschrieben:

„Das ist nicht mein Fall. Viel zu technisch. Zu wenig Gefühl. Vielleicht bin ich zu überkritisch mit dem Lied.“

Zu wenig Gefühl? Zuviel Technik? Ich weiß ja nicht was ich jetzt davon halten soll. Zumindest hört man Technik, darauf kann ich in jedem Fall stolz sein. Der nächste Schritt vom Meister, den ich erklommen habe. Und das mit dem Gefühl, daran arbeite ich. 

Es gibt halt Menschen, denen wird alles in die Wiege gelegt. Das finde ich bewundernswert. Und dann gibt es solche wie mich. Die müssen hart arbeiten, sich immer wieder fördern und es dauert, bis die ersten Schritte erkennbar sind.

Ich finde, ich hab schon viel gelernt, ich kann ganz oft beim Singen schon meinen Kopf ausstellen, aber eben noch nicht immer. So dass man mein ratterndes Gehirn hört.

Ich weiß gar nicht, warum mich diese Kritik so sehr getroffen hat. Dass dieses Lied sicher schon von anderen besser gesungen wurde, dies steht außer Frage. Aber mir geht es auch nicht um das Besser sein, sondern darum, mich herauszufordern und besser zu werden. Und das habe ohne Zweifel geschafft. Ich komm besser in die Höhen, ich hab mir Volumen erarbeitet.

Ich will jetzt auch keine Entschuldigungen suchen, warum da „zu wenig Gefühl“ angeblich drin ist. Das war das, was ich auf meinem heutigen Stand leisten kann. Das will ich dokumentieren. Nicht mehr, nicht weniger!

Meine liebste Jasmin sagte gestern.

„Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“
Recht hat sie. 

Wahrscheinlich trifft mich diese Kritik, weil ich dachte, dieser Mensch weiß, warum ich singe, was meine Idee dahinter ist.
Ihr Lieben, ich will euch keine Bühnenplätze auf Cons klauen. Aber ich möchte singen, was ich mag und was mich gerade ausdrückt. Und wenn das aber „euer“ Lied ist und ich euch das nicht gut genug singe? Dann ist das für euch so. Ich jedoch mag es, ich bin in dem Moment stolz auf mich und das was ich mit harter Arbeit geschafft habe. 

Ich will einfach nur besser sein, als ich gestern noch war, ich will nicht „das Ding“ von irgendwem sein, ich will in erster Linie mein Ding sein. Und wenn das meine „Freunde“ nicht wissen, dann brauch ich sie nicht als „Freunde“.

Kritik nehme ich gerne an, sonst werde ich nicht besser. Aber gerade von den Menschen, die mich begleiten, die ich irgendwie zu Freunden zähle, erwarte ich Kritik auf einem anderen Level. Die sollten sich vielleicht mal mit dem, was ich tu auseinandersetzen? Ein wenig Interesse. Warum singt dieser Mensch, was ist die Absicht und was das Ziel. Ich dachte das von diesem Menschen…. Aber das tut er wohl doch nicht. 

Es geht nicht um mich als fertige Sängerin, sondern es geht um meinen Weg, eine für mich gute Sängerin zu werden!
​​
​Mein Statement dazu. Ich weiß, was ich kann und weiß ebenfalls, was davon gut ist und was nicht. 

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Gesangsbergleichsproben | Lieblingslied

Ein weiteres Jahr

von am 8. November 2016

Vor einem Jahr nahm ich einen Disneysong auf. Auf Deutsch. Aus dem „Glöckner“ OST. „Gott deine Kinder“ in der Musical Version.

Hier mal die Aufnahme.

 

Vor ein paar Tagen kam mir der Song wieder in den Kopf und ich habe die Version von Bette Midler gehört. Der englische Text ist so schön, dass ich den, obwohl ich Englisch jetzt nicht so gerne von mir gesungen höre, einfach nochmal gesungen habe.

Und es klingt so anders, weicher, voller, entspannter.

Oder wie findet ihr das? Lass mir doch einfach mal eure Meinung da.

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Chor | Gesangsunterricht

Nächste Stationen

von am 4. November 2016

Es ist soooo viel passiert und ich gehe meinen Weg in der Musik. Und das erfüllt mich mit unendlicher Freude.

Der Chor macht unendlich viel Spaß. Wir erarbeiten und Robbie Williams mit „Let me entertain you“ und ich bin von mir selbst verblüfft, dass ich das Lied tatsächlich mag.
Heute kam die Mail von Kerstin. Ab Morgen werden wir uns an den ersten Weihnachtssong setzen für den 18. Dezember.

„White Christmas“ wird es sein. Ich freue mich so sehr darauf, das ich heuten gleich mal angefangen habe es zu üben. Es ist sicher keine Chorversion, aber diese Swingversion mag ich auch sehr.
Das muss ich dann nur weicher singen, dann funktioniert das auf jeden Fall.

 

Dann übe ich im Gesangsunterricht mittlerweile einen Klassiker von Sting.  Eine Coverversion von „Fields of Gold“ von Eva Cassidy. Es ist wirklich schön und schwer. Die erste Probe war jetzt nicht so pralle, aber mir ging es vom Kopf auch nicht so toll. Der Knoten ist aber geplatzt und Mittwoch bin ich guter Dinge, dass es klaptt. Vorgestern haben wir es mal aufgenommen, da gefiel mir persönlich nur der letzte Rest, aber es ist ausbaufähig.


Fields of Gold von cmepinky

 

Und dann ist da noch meine persönliche Challenge. „Defiyng Gravity“. Mit Sascha im Duett. Ich hab mich ein wenig hängen lassen. Aber ich bin wieder da und motivierter denn je an mir zu arbeiten. Denn das alles erfüllt mich mit Stolz und Glück.

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