Gesangsunterricht

Es geht wieder los

von am 24. August 2016

HUUUUURRAAAAA

Die Ferien sind in NRW nun um. Und das bedeutet. Neue Runde Gesangsunterricht. Ich habe Mittwochs endlich wieder Sinn. Ich hab mich heute wirklich sehr darauf gefreut. Vor allem, weil es ja nun an einen neuen Song geht. Ich habe mir die letzten Wochen Gedanken gemacht, was ich denn nun eientlich singen will. So wirklich  viel ist mir nicht eingefallen. Oder eben viel zu viel.

Und da ich mir fast sicher war, das auch die liebe Jasmin was im Gepäck hat, habe ich mich einfach überraschen lassen. Ha, tatsächlich, sie schaute mich mit ihren großen Kulleraugen an und schlug mir einen Song vor. Nachdem so Phrasen wie „du musst aber stark sein“ „auf Hochzeiten singen“ und „deutsch“ fielen, bereitete ich mich auf eine Schnulze vor.

Gegen Deutsch hab ich jetzt nichts, singe ich tatsächlich lieber als Englisch. Aber ne Schulze.

Die ersten Töne erklangen und es war ein sehr souliges Lied.

Von Yvonne Catterfeld „So viel mehr als Liebe“

Alter, was ein schwerer Song. Kopf und Bruststimme zusammen und entspannt. Warum ich das machen soll ist mir klar. Und mir ist klar, dass es mich nur weiterbringen kann.

Solange ich keine Wolken schieben muss, ist alles gut. Ich mag auch den Text und je öfter ich den Song höre, desto besser finde ich ihn.
Wie schon so oft, wenn ich die Vorschläge von Jasmin angenommen habe.

Herausforderung angenommen. Irgendwas wird Jasmin sich wohl dabei gedacht haben! Vielleicht bin ich ja eher die Soulsängerin als die Popkönigin und MetalHexe? Wer weiß das schon.

Wie du mich in den Wahnsinn treibst
Wenn du wieder alles besser weißt
und sagst: „Du wirst schon sehn“
Wenn du ’nen Scherz auf meine Kosten reißt
Und ich vor Lachen keine Antwort weiß
Weil nur wir beides verstehn

Es war ein sehr langer Weg zu dir
Doch jetzt sind wir hier

Du bist so viel mehr als Liebe
Du bist so viel, so viel mehr
Du bist so viel mehr als Liebe
Du bist so viel, so viel mehr

Wie du mich nicht ernst nimmst,
Wenn ich mich zu wichtig nehm
und du nicht hörst, was ich sage
Wie du mich wieder runterziehst,
wenn ich grade zu weit oben flieg
und den Boden verloren hab

Es war ein sehr langer Weg
von mir ganz hin zu dir

Du bist so viel mehr als Liebe
du bist so viel, so viel mehr
Du bist so viel mehr als Liebe
du bist so viel, so viel mehr

Zum Glück bist du nicht wie ich
du bist das Beste für mich
ich kann dir nicht widerstehen
du durchkreuzt meinen Plan
wirfst mich total aus der Bahn
immer wenn wir uns ansehen

du bist so viel, so viel mehr

Du bist so viel mehr als Liebe
du bist so viel, so viel mehr
Du bist so viel mehr als Liebe
du bist so viel, so viel mehr

Du bist so viel mehr als Liebe
du bist so viel, so viel mehr

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Auftritt | Gesangsunterricht | Rampenlicht

Ein virtuelles Tagebuch

von am 12. August 2016

In den letzten Tagen habe ich meinen YouTube Channel erweitert.
Meinen Gesangsunterricht, die Übungen und die Songs, die ich versuche, die halte ich auf diese Art fest. In erster Linie für mich.
Dabei kam jetzt die Frage auf, warum ich das denn mache, wenn es mir doch nicht um Erfolg geht.

In erster Linie geht es natürlich um Dokumentation. Wie Vorher – Nachher – Fotos. Ich halte fest, wie es vorher war und schaue, wie es später klingt. Dafür ist es natürlich wichtig irgendwie auf Altes zurückzugreifen.

Aber als ich für meinen VLog so über mich nachdachte, wurde mir bewusst, warum ich wirklich soviel singe. Es klingt paradox. Aber es ist so. Zum Singen ist es wichtig in den ganzen Körper zu atmen, aufzumachen, weitzuwerden. Das stützt den Ton und man klingt voller.

Für mich bedeutet das, ich muss meine Schmerzen, die ich wegen einer langen Rückengeschichte habe, zuzulassen und genau dorthin zu atmen.

Natürlich tut das dann weh, saumäßig. Aber es ist ein Zeichen, dass ich die richtige Atemtechnik habe.

Wenn ich dann beginne zu singen, vor allem auf einer Bühne, dann passiert etwas, wie ich finde, magisches.

Die Schmerzen sind zwar nicht weg, aber sie treten zurück, sie machen Platz für die Musik und den Gesang und ich empfinde die Schmerzen nicht mehr als belastend. Sie sind da, aber sie sind fast angenehm.

Das klingt bekloppt, ich weiß, aber es ist so. Wenn ich könnte, würde ich den ganzen Tag singen. Das geht nur leider nicht. Doch ich nutze einfach jede Möglichkeit.

Singen ist meine Schmerztherapie, nur ohne Tabletten.

 

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Pricefield | Rampenlicht

Ich habe es getan, warum?

von am 8. August 2016

Ich bin eine Wiederholungstäterin. Ich habe mich wieder auf  die Bühne gestellt und gesungen. Und ich liebe es eine Rampensau zu sein.
Dieses Mal war es schon eher ein Seelenstriptease. Sascha hat mich bei meinen Solosongs einfach mit der Gitarre begleitet und ich habe gesungen. Wie ich es gefühlt habe, wie ich es interpretiert habe, wie es gerade so rauskam.
Zu Anfang war ich mega nervös. Das ganze war draußen und ich hab den Menschen, die zugehört haben direkt in Gesicht schauen können. Das war schon megaaufregend. Ich konnte sehen, ob sie das mögen, was ich da tu oder nicht. Aber sie lächelten, klatschten und machten mit. Das gab mir unter anderem für Becca – I am Alive die nötige Sicherheit den einfach „Rauszurotzen“.
Es ist so paradox.
Bei dem Soundcheck war ich nervös, hatte Schweißausbrüche und dachte, ne, das packst du nicht. Als aber dann die ersten Töne gesungen waren, war es vorbei.
Ich habe das Gefühl, das es live einfach alles besser klingt als woanders, das ist wie auf Knopfdruck alles da, was ich gelernt habe und irgendwie noch mehr.
Dieses Mal wurde es sogar aufgenommen, so dass ich mich auch mal selbst hören kann und hoffe, das ich so meinen Eindruck bestätigt bekomme.

Fest steht, mir tut Musik gut. Für einen kurzen Moment ist die Welt in Ordnung.
Ich will nicht besser sein als irgendwer, ich will einfach besser sein, als ich gestern noch war.

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