Musikgefühl

Der Soundtrack meines Lebens

Die Musik nahm viel mit sich mit, und gab mir viel zurück.

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Wenn Erwachsene mit Puppen spielen ist das oft nicht jugendfrei

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Die ganz große Bühne und die kleinen, leisen Zwischentöne

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Und was trägt ist die Musik

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Chor | Gesangsunterricht | Lebensgefühl | Songwriting

Die Musik nahm viel mit sich mit, und gab mir viel zurück.

von am 10. Dezember 2017

Das Jahr ist fast rum. Ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Gefühlt waren es mehr Tiefen als Höhen, aber wenn ich mich hinsetze, so wie jetzt, und mal drüber nachdenke, dann war es trotz aller Trauer, aller Niederschläge und Hiobsbotschaften doch ganz schön.

Und das habe ich meinem Musikgefühl zu verdanken, denn ohne dieses hätte ich diese letzten 12 Monate nur schwerlich ertragen.

Alles, was ich musikalisch dieses Jahr gemacht habe, dass war für mich mehr als nur bloßes Singen. Es war Therapie, es war Durchhalten, Festhalten, Loslassen, Zulassen und vor allen Dingen mich den Sachen stellen, die mich in den letzten Monaten so sehr aus der Bahn geworfen haben.

Ich habe es gebraucht, Texte wie eine Irre zu büffeln, bis sie einfach im Kopf saßen. Das beruhigte mich. Und immer, wenn mal wieder eine Panikattacke anklopfte, dann habe ich meine Lieder gesungen.

Panik, natürlich hat sie nichts mit Musik zu tun. Oder vielleicht auch doch. Denn für mich ist die Musik die beste Therapie.

Früher habe ich es als Herausforderung für den Rücken gesehen. Schmerzen aushalten, trotz den Schmerzen noch irgendwas machen können. In den letzten 12 Monaten ist die Musik viel mehr geworden. Ich singe mein Herzrasen weg, meine Angst. Ich brauche das, um nicht die Bodenhaftung zu verlieren.

Und natürlich weckt es meinen Ehrgeiz. Ich war schon immer ehrgeizig. Und vor allem dieses Jahr habe ich geübt und an mir gearbeitet.

Ich möchte mal behaupten, dass ich im Gesangsunterricht die größten Fortschritte gemacht habe, seit ich mit Jasmin begonnen habe. Das erfüllt mich mit Stolz und es tut einfach nur gut.

Ich möchte nächstes Jahr noch mehr arbeiten und üben.

Ich habe dieses Jahr so viele tolle Sachen erlebt. Das Chorwochenende mit den besten Choruschis und Chorklausis der Welt. Mit neuen Liedern und dem Gefühl, ich bin genau dort, wo ich sein will. Seit langem wurde mir bewusst, was mir das bedeutet. Wenn es die Musik, den Chor, die Kerstin, die Jasmin nicht geben würde in meinem Leben, dann hätte ich diese Jahr voll Trauer, voller Ängste in mir und dem ganzen lebendigen Wahnsinn nicht geschafft. Das alles war mir Halt, Hafen, Anker und erfüllte mich.

Ich bin so dankbar, für alles, was ich erleben durfte.

Der neue Probenraum und 12 eigene Songs, singen beim Theaterfest, Lieder, die ich ohne Jasmin nie gesungen hätte, ein Kopf voll mit Tieren, denn diese beiden Sangesfrauen reden mir ein in meinem Schädel sitzen Affen, Hunde, Pferde, Wale und in meinem Hals sitzt das Küken.
Ich durfte auf einer eisernen Hochzeit singen. Habe meine Bruststimme erweitert aber bin auch viel lockerer in den hohen Sopranstimmen. Habe zu dem Buchstaben U gemerkt, dass der Stress löst, habe bei Country Roads geheult, weil ich spürte, wie wichtig mir das alles ist. Es nahm soviel mit, die Musik, aber gabe mir auch so viel.

Mit der Musik sind meine Probleme nicht weg. Die Panik ist weiter da. Der Rücken und das Bein zicken nach wie vor. Aber mit Musik kann ich so viel besser damit umgehen.

Kerstin und Jasmin geben mir den Rahmen, ich bin nicht allein und sie treiben mich immer wieder an, alles von mir zu geben.

Sie wissen es nicht, aber….

Vielleicht habe ich

„Engel ohne Flügel“

auch nur für sie komponiert.

Ja, auch das hat ein Jahr am Limit aus mir gemacht. Eine Songwriterin. Und nur, weil ich so viele wunderbare Menschen um mich rum habe, die mein Leben mit Musik bereichern.

Und da ist nichts unmöglich. Da singe ich Hansi Hinterseer mit Jasmin und Jon Bon Jovi im Chor. Und wenn das alles nicht unmöglich ist, dann darf ich auch weiter drauf hoffen, dass meine Angst bald wieder verschwindet!

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Allgemein

Wenn Erwachsene mit Puppen spielen ist das oft nicht jugendfrei

von am 11. September 2017

Ein Hinweis vorweg:

Nur weil in diesem Musical mit Puppen gespielt wird, ist das Musical noch lange nicht kinderfreundlich. Diese Erfahrung musste die Familie in der Reihe vor uns gestern Abend selber machen. Doch der Reihe nach.

Das Musical Avenue Q begeistert seit 2003 die Fans in den USA, und hat in den letzten Jahren auch den Weg in die deutschen Theater gefunden. Das Besondere an diesem Musical ist, dass hier nicht nur Menschen auf der Bühne stehen, sondern auch Puppen. Gut dreiviertel der gesamten Besetzung besteht aus solchen Puppen, doch je mehr man sich auf das Stück einlässt, desto stärker verwischt die Grenze zwischen Puppenspieler/Sänger und Puppe, und man nimmt die irgendwann nicht einmal mehr wahr.

Thomas Klotz, © Sarah Jonek, mit freundlicher Genehmigung des Stadttheaters Bielefeld

Zur Story. Den Schulabsolventen Princeton (gespielt von Thomas Klotz) verschlägt es auf der Suche nach einer bezahlbaren Bleibe in die namensgebende Avenue Q, nachdem er (nach eigener Aussage) die Avenues A bis P schon abgeklappert hat, aber alles außerhalb seiner Preisklasse lag. Dort trifft er nicht nur auf den exzentrischen Hausmeister Daniel Küblböck (genial persifliert von Norbert Kohler), sondern auch auf die anderen Bewohner, die das Leben in diese Straße gespült hat: Nicky (Benedikt Ivo) und Rod (ebenfalls Thomas Klotz), die zusammen in einer WG leben, Brian (Martin Christoph Rönnebeck) und seine (zukünftige) Frau Christmas Eve (Anna Mari Takenaka), die – neben Hausmeister Küblböck – die einzigen Menschlichen Bewohner der Straße, und die beiden Monster Kate, die derzeit eine Ausbildung zur Kindergärtnerin macht (Seit Deutschlandpremiere dabei: Stefanie Köhm) und Trekkie Monster (ebenfalls Benedikt Ivo), der sich …. Sagen wir … im horizontalen Filmgewerbe offenbar sehr gut auskennt.
Und so schlagen sich die sehr unterschiedlichen Figuren durch das Leben, mit all seinen Facetten, und stolpern auch durch heikle Themen wie Rassismus, Pornografie, Perspektivlosigkeit und Homosexualität.

Aus diesem Grund ist das Musical offiziell erst ab 16 Jahren empfohlen, was oben erwähnte Familie offenbar überlesen oder ignoriert hat.

Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, dieses Musical zu beschreiben, denn die 2 ½ Stunden rauschen nur so an einem vorbei, jedes Stück, jede Melodie sitzt perfekt dort, wo sie hingehört, ohne dass man das Gefühl hat, das Musical wird unnötig in die Länge gezogen.

Das Bühnenbild steht dem US-amerikanischen Vorbild in nichts nach. Neben der Außenkulisse können einige Wohnungen der Bewohner wie bei einem Puppenhaus auch aufgeklappt werden. Der Großteil der Szenen spielt jedoch auf der Straße. Eine Videoprojektionsleinwand ergänzt das Spektakel und wird zwar sparsam, aber immer sehr effizient eingesetzt.

Zur Besetzung ist zu sagen, dass sich Fans des US-Musicals nur in einer Rolle umgewöhnen müssen. Die ursprünglich weiblich besetzte Hauptrolle des

Benedikt Ivo, Katharina Schutza, © Sarah Jonek, mit freundlicher Genehmigung des Stadttheaters Bielefeld

Hausmeisters ist hier in Deutschland – wie aber auch in anderen Ländern – männlich besetzt. Ansonsten steht hier ein erfahrenes Musicalteam auf der Bühne, bei dem man das Gefühl hat, sie hätten schon jahrelang zusammen performt. Besonders beeindruckt waren wir von der unvorstellbaren Koordination der Schauspieler. In einigen Szenen werden die Puppen gleich von zwei Schauspielern zum Leben erweckt (etwa Trekkie Monster), oder aber die Bullshit-Bären, zwei niedlich aussehenden Teddybären, die vermutlich entfernt mit Ted verwandt sind. Gerade letztere werden eigentlich von der gleichen Schauspielerin (brillant: Katharina Schutza) gesprochen, jedoch nicht immer auch beide von ihr gespielt. In solchen Momenten übersteigt die unglaubliche Koordination zwischen Schutza und ihrem Partner Benedikt Ivo meine Vorstellungskraft, und ich frage mich, wie lange sie dafür wohl proben mussten, dass das so reibungslos läuft.

Doch auch der restliche Cast kann sich sehen lassen. Avenue Q-Veteranin Stefanie Köhm erweckt Kate Monster wunderbar zum Leben, und auch Hauptdarsteller Thomas Klotz versteht sich in jeder der zwei Hauptrollen, die er übernimmt, wunderbar zu präsentieren. Norbert Kohler spielt seine Rolle als Daniel Küblböck so authentisch, dass man manchmal das Gefühl hat, der Dschungelstar und DSDS-Dritte steht persönlich auf der Bühne. Eine Schauspielerin habe ich bisher aber unterschlagen. Michaela Duhme übernimmt in der Bielefelder Inszenierung die Rollen von Lucy D. Schlampe, einer anruchigen Jazzdiva, die immerzu auf Männerfang ist, und Lavinia Semmelmöse (ja, die heißt wirklich so), die Kindergartenleiterin und Kate Monsters Cheffin. Außerdem zeichnet sich Michaele Duhme auch als Choreografin verantwortlich.

Das Bühnenehepaar Martin Christoph Rönnebeck und Anna Mari Takenaka soll natürlich nicht unerwähnt bleiben. Hier ist den Produzenten aus meiner Sicht etwas Tolles gelungen, denn im Gegensatz zu anderen Produktionen wird hier die Rolle der japanischen Immigrantin Christmas Eve auch von einer Japanerin übernommen. Okay, deutsch-japanerin, denn Anna Mari Takenaka ist nahe Bremen geboren worden. Trotzdem bekommt sie den klischeehaften japanischen Akzent wunderbar hin.

Anna Mari Takenaka, © Sarah Jonek, mit freundlicher Genehmigung des Stadttheaters Bielefeld

Die Musik der deutschen Lokalisation ist – entgegen meiner Befürchtungen – absolut klasse umgesetzt worden. Nur hier und da mussten zwangsläufig ein paar Witze wegfallen, weil sie einfach im Deutschen nicht logisch gewesen wären (besonders bei „Schadenfreude“, man muss einem deutschen Publikum nicht erklären, dass Schadenfreude ein deutsches Wort ist). Roman Riklin hat glücklicherweise die Texte nicht ins deutsche 1:1 übersetzt, sondern sie übertragen, und das tut den Songs gut. Besonders bei den bekannten Songs „Schadenfreude“, „Das Internet ist für Pornos“ oder „Nur ein schmaler Grat“ merkt man ganz deutlich die Liebe, die Riklin in die Texte gesteckt hat. Jeder Reim sitzt, ohne aufgesetzt zu wirken. Ein weiterer Favorit ist „Jeder ist ein bisschen Rassistisch“.

Ich glaube, kein Song (verzeiht meine Wortwahl) scheißt so sehr auf politische Korrektheit wie dieser. Und auch er wurde nicht nur ins Deutsche, sondern in die heutige Zeit übertragen. Sogar Donald Trump hat einen kurzen Gastauftritt als „zukünftiger Ex-Präsident“. Und aus dem „Schwarzen“ im Bus in der Uraufführung ist in der Bielefelder Inszenierung ein Flüchtling geworden, was dem Thema „Rassismus“ in diesem Lied aber nur noch mehr aktuellen Zündstoff liefert.

Die musikalische Umsetzung der Band unter William Ward Murta kommt – zumindest in der Bielefelder Inszenierung – ohne großes Orchester aus. Nur eine Handvoll Musiker sorgen für den „guten Ton“, der Orchestergraben war noch nie so übersichtlich. Dass es trotzdem laut werden kann haben wir in Reihe 3 sitzend aber gemerkt, wir hatten das Gefühl, wir stehen, pardon, sitzen mittendrin im Geschehen.

Überhaupt hat man bei „Avenue Q“ das Gefühl, man sieht sich kein Theaterstück an, sondern schaut in den Spiegel. Den Spiegel der Gesellschaft nämlich, denn auch wenn das Stück eigentlich in New York spielt, könnte es genauso gut auch in Berlin-Neukölln oder Duisburg angesiedelt sein. Man kann sich so sehr mit den Figuren und ihren Lebensgeschichten identifizieren, dass man sich schon bald selbst als Bewohner der Avenue Q versteht.

Für alle, die zumindest für 2 ½ Stunden ihre gute Kinderstube vergessen wollen, und über Themen wie Rassismus oder Schwule lachen möchten, ohne dafür ins Kabarett zu gehen, sei dieses Musical wärmstens empfohlen. Beschweren Sie sich aber nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt. Und tun sie mir einen Gefallen: Lassen Sie ihren 10-jährigen Sohn zuhause. Denn wenn Erwachsene mit Puppen spielen, kommt meist nichts Jugendfreies dabei heraus.

Ensemble © Sarah Jonek, mit freundlicher Genehmigung des Stadttheaters Bielefeld

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Auftritt | Chor

Die ganz große Bühne und die kleinen, leisen Zwischentöne

von am 5. September 2017

Wochenlange Vorbereitungen lagen hinter uns. Mit uns meine ich den Chor OneVoice aus Bielefeld unter der Leitung von der zauberhaften Kerstin Tölle.

Ich ging in diesen Vorbereitungen total auf. Das war sozusagen der Anker in meinen Sommerferien.  Ich habe mir immer wieder die Aufnahmen angehört, habe in die Noten geschaut, habe die Sachen gesungen.

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Viele Stunden Vorbereitung. „Let me entertain you“ von Robby Williams sogar ein Jahr (der flog dann zu guter Letzt doch von der Liste) für 10 Minuten auf der ganz großen Bühne im Stadttheater Bielefeld.

Ich will jetzt gar nicht die kompletten Proben hier beschreiben. Viel mehr möchte ich diesen Blogbeitrag dazu nutzen vom Auftritt zu erzählen.

Am Samstag den 2. September um viertel nach fünf war es soweit. Der Auftritt um unsere akustische Visitenkarte den Menschen zu überreichen war gekommen. Aber kein Auftritt ohne Einsingen. Dafür versammelten wir uns um 16 Uhr erst einmal im Chorsaal.

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Zugegeben, ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon ein wenig Herzklopfen und war tüchtig nervös. Was wäre, wenn ich den Text vergesse, hinfalle oder sonstige Scherze?
Aber ein wenig atmen, einsingen und gemeinsames Lachen half mir sehr. Wir sangen alle 4 Lieder noch einmal durch, bekamen letzte Tipps und los ging es in die Kantine, wo wir auf den Auftritt warteten.

Etwa 3 Minuten standen wir in dem schmalen Gang Richtung Theaterbühne. Ich kam mir vor wie ein kleines Kind zu Weihnachten kurz vor der Bescherung. Das hatte ich mir immer erträumt. Ich, einmal auf dieser Bühne zu stehen und zu singen.

Ja, ich weiß, wegen meiner „Behinderung“ ging ich lieber auf Nummer sicher und saß auf dieser großartigen Bühne, aber ich atmete diese Luft, ich schaute in diesen Zuschauerraum mit vielen Menschen, die uns erwartungsvoll ansahen. Ganz kurz rutschte mir das Herz in die schwarze Legging. Aber dann erinnerte ich mich an Kerstins Worte:

„Egal was passiert, habt einfach Spaß auf der Bühne!“

Und kaum war der erste Ton von Scat Calypso gesungen fiel alles ab und ich hatte Spaß. Es erfüllte mich so sehr und alle Anspannungen, die mir die letzten Wochen so sehr zu schaffen gemacht hatten, waren wie weggeblasen. In diesem Falle wohl eher wie weggesungen.

Leider waren diese 4 Lieder viel zu schnell vorbei und als die letzten Takte von „Ode an die Freude“ erklungen, war mir doch ein wenig schwermütig ums Herz.
Das ging viel zu schnell vorbei und ich finde, es muss ganz schnell wiederholt werden.
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Voller Stolz holten wir uns den Beifall ab und hörten den einen oder anderen Zugabe Ruf.
Ich war voll mit Emotionen und habe natürlich auch meine Mama im Herzen gehabt, der das bestimmt gefallen hätte, was da zu hören war.

Applaus und Zugaberufe zeigten in jedem Fall schon einmal, dass wir unsere Sache gut gemacht haben. Aber viel mehr bedeutete mir diese fremde, nette Frau, die vor dem Theater auf mich zukam, mich anlächelte und sagte:

„Das war so schön! Dankeschön!“

Das ging tatsächlich runter wie Öl und berührte mich sehr.

Der Chor war bisher die beste Entscheidung meines Lebens. Ich bin gerne ein Spanferkel mit Apfel im Mund. Singe wie eine Geige in einem Horrorfilm und stelle mir vor, ich sei auf einem LSD Trip.

Ich liebe die Choruschis, die mit mir diese Momente teilen, es erfüllt mich mit Ruhe, zu singen und zu atmen. Es erdet mich und ich freue mich alle 2 Wochen neu auf die Probe mit einer Chorleitung, die wie ein Engel in mein Leben getreten ist. Sie weiß wahrscheinlich nicht einmal, wie wichtig sie mir ist. Aber sie weiß sicher auch nicht, dass sie ein Engel ist!

Ich finde, das schreit ganz bald nach einer Wiederholung und ich bin ja ganz ehrlich, ich warte heimlich auf die Mail, das zu Weihnachten irgendetwas auf dem Plan steht!

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Chor | Gesangsunterricht | Lebensgefühl | Sing lauter | Songwriting

Und was trägt ist die Musik

von am 12. Juni 2017

Hier ist es still, aber ich bin es nicht. Ich singe. Ich bleib am Ball.

Und das in jedem Bereich. Ich splitte einfach mal und berichte.
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Der Proberaum kostet zwar Geld, aber es war genau das richtige, um mit unseren Songs voranzukommen. Wir schreiben Texte, probieren rum und testen aus. Alle Texte kommen tief aus meiner Seele. Alles, was ich nicht sagen kann, das singe ich. Und es tut gut. So entstand zum Beispiel die letzten Wochen ein Song für meine Nichten Ella und Lara. „When you smile with your Heart“

Einer von 10 fertigen Songs. 2 entstehen noch. Und dann? Ein Album zum Download? Wer weiß?

Chor 

 

Der Chor, meine Heimat, meine Wohlfühlzone und Rückzugsort. Wir arbeiten Songs für das Sommerfest im Theater aus. Sogar französisch wird dabei sein. Ich arbeite an mir. Und es erdet mich. Eine Aufgabe zu haben, die ich trotz Behinderung erfüllen kann. Und dank der wundervollen Chorleiterin Kerstin kommt regelmäßig Sonnenschein in mein Leben, einfach, weil sie ist wie sie ist. Man sollte sie auf Rezept verschreiben können.

Ich bin im Sopran so etwas wie die „Taktangeberin“ und nach einem Jahr hab ich endlich ein paar Menschen mit denen ich rede. Ihr wisst, ich tu mir schwer.

Und auch wenn das mit dem Tanzen und dem Stehen nicht klappt, wegen Bein und Rücken, weiß ich, es lohnt sich alles.
„wenn man in dein strahlendes Gesicht sieht, dann ist es so, als würdest du tanzen“
Kerstin ist einfach zauberhaft.

Gesangsunterricht 

Da ich nicht mit mir zufrieden war, hat mein Welpe eben seine erste Lektion gelernt 😂 #vocaltraining

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Jasmin, die beste die es gibt. Sie war in den letzten  Wochen die, die mich wohl am besten verstanden hat. Ohne das ich auch nur ein Wort gesagt habe. Zufall oder Wissen? Gute Menschenkenntnis oder einfach nur Glück? Keine Ahnung. Aber Jasmin hat stets das richtige Rezept, in jeder Lebenslage, einfach durch die Musik. Und das motiviert total immer besser zu werden.

Ella Fitzgerald hab ich abgeschlossen, im Moment erarbeite ich mir in meiner Bruststimme Tina Dico.

Musik


Und ansonsten höre ich viel Musik. Denn Musik ist und bleibt weiterhin mein Lebensweg Begleiter. Für jede Situation. Im Moment höre ich wieder viel Rolf Zuckowski aber auch Wincent Weiss. Denn da müsste einfach immer und überall Musik sein.

#InstaSmule #Smule #Sing #Karaoke #Musiksein

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Gesangsunterricht | Songwriting

Höhenflug? Wahnsinn? – I only want to sing

von am 16. Februar 2017

Whaaaaaaaaaa, ahhhhhhhhhhhhhhh, ahhhhhhhhhhhhh.

Der Song für meine Mama entstand ja eher so durch Zufall. Weil meine Gesangslehrerin meinte, ich solle das versuchen. Meinen Gedanken eine Melodie geben.
Das gefiel mir gut, das machte irgendwas mit mir. Zu Hause nahm ich also die Gitarre in die Hand, schrabbelte die paar Akkorde ungelenkig und ohne jedes Rhythmusgefühl vor mich hin. Und es entstand ein neuer Refrain zu einem Text, der schon mindestens 2 Jahre alt ist. An dem übrigens auch Jasmin und die ambulante Schmerztherapie Schuld tragen. Es ging um Akzeptanz und zulassen. Jasmin wollte, dass ich die Töne zulasse, die Schmerztherapie wollte, dass ich meine Ängste und Schmerzen zulasse. Entstanden war ein Text über mich und wie ich das alles zulassen soll, wenn ich doch Angst davor habe.

Zwei Jahre später waren viele Passagen noch immer gut. Der Refrain wurde zur Bridge, eine Strophe blieb und wurde um 2 Zeilen erweitert, eine 2 Strophe und ein C Teil schrieben Sascha und ich gemeinsam.
Einen neuen Refrain mit meiner Melodie war der Grundstock, das andere kam von selbst.

Und daran arbeite ich gerade. An meinem Song. Ihr wollt wissen, wer ich bin? Dann hört euch den Song an und ihr versteht vielleicht wer ich bin. Der Song ist eine Demo bisher. Es wird noch gebastelt und probiert. Jasmin erarbeit mit mir den Gesang und Sascha zimmert mir nach und nach ein Playback zusammen. Leider nur am PC, aber ich habe keine Band, die ich fragen könnte.

Ich bin glücklich und stolz. Ich hätte nie gedacht, dass ich das kann.
Ich steck da jetzt alles rein was ich habe. Endlich bin ich das Original, und keiner kann mir sagen, du klingst aber nicht wie die oder der. Nein, wollte ich nie, will ich in Zukunft nicht. Ich will meine Musik machen. I only want to sing. Ich mach mir den Soundtrack meines Lebens

 

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Allgemein

Ein eigener Song 

von am 2. Februar 2017

Texte schreiben, Gedichte, potentielle Songs…

Darin bin ich gut, möchte ich einfach mal behaupten. Mit Wörtern kann ich umgehen. 

„Und mit Tönen doch jetzt auch!“ sagte gestern  Jasmin zu mir.

Und so nahmen wir gestern einen Refrain von mir, von einem Text, den ich für meine Mama geschrieben hab, und in 5 Minuten bekamen die Worte eine Melodie. Es ging von ganz alleine. Zauber.

Ich werde nun an die Strophen gehen diese Woche. Ich bin so stolz. Das Ergebnis, das bekommt ihr hier. 

Mama, bist du auch stolz auf mich?

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Gesangsunterricht | Lieblingslied | Sing lauter

Klassiker, Anker und mein Weg

von am 28. Januar 2017

Musik, mein Anker, mein Halt, meine Erdung, meine Begleitung auf dem Weg der Trauerarbeit.

Musik und das Gefühl für Musik war mir ja schon immer sehr wichtig. Was ich mit Worten nicht ausdrücken konnte, das ging dann über die Musik.

Ich singe gegen das Herzrasen, ich singe gegen schlechte Gedanken, ich singe um meinen Gefühlen ausdrück zu geben, über die Melodie, über den Text. Und ich lenke mich so ab.

Im Gesangsunterricht gehe ich neue Wege. Die großen Singer Songwriterinnen der Geschichte. Beginnen tu ich mit Joni Mitchell und ich glaube, die Titel Auswahl ist nicht verwunderlich. Der Text von „Both sides now“ spricht mir voll aus der Seele und passt wie die Faus aufs Auge. Er sagt einfach alles, was ich gerade erlebe, jede einzelne Zeile.

 

 

Lyrics

Rows and floes of angel hair
And ice cream castles in the air
And feather canyons everywhere
I’ve looked at clouds that way

But now they only block the sun
They rain and snow on everyone
So many things I would have done
But clouds got in my way

I’ve looked at clouds from both sides now
From up and down, and still somehow
It’s cloud illusions I recall
I really don’t know clouds at all

Moons and Junes and Ferris wheels
The dizzy dancing way you feel
As every fairy tale comes real
I’ve looked at love that way

But now it’s just another show
You leave ‚em laughing when you go
And if you care, don’t let them know
Don’t give yourself away

I’ve looked at love from both sides now
From give and take, and still somehow
It’s love’s illusions I recall
I really don’t know love at all

Tears and fears and feeling proud
To say „I love you“ right out loud
Dreams and schemes and circus crowds
I’ve looked at life that way

But now old friends are acting strange
They shake their heads, they say I’ve changed
Well something’s lost, but something’s gained
In living every day

I’ve looked at life from both sides now
From win and lose and still somehow
It’s life’s illusions I recall
I really don’t know life at all

I’ve looked at life from both sides now
From up and down and still somehow
It’s life’s illusions I recall
I really don’t know life at all

Drei Wochen begleitet mich der Song nun schon und er berührt mich tief in der Seele. Und noch etwas erfüllt mich. Die Einfachheit, nur Gitarre und Gesang. Und mir ist bewusst geworden, so möchte ich Musik am liebsten machen. Aus tiefster Seele, mit ganzem Herzen, pur, unverfälscht, als Momentaufnahme. Mit Gitarre oder Piano begleitet.

Gesagt getan. Ich habe nun meine Rubrik Sofakonzert ins Leben gerufen. Ich versuche nun jeden Donnerstag ein Lied, welches gerade auf meinem Weg mit mir geht, mit Sascha an der Gitarre ganz pur zu singen.

Vier Lieder sind es tatsächlich schon. Hört doch mal rein, aber denkt dran, es geht mir nicht um Perfektion, sondern um meine Seele, die mit dem Gefühlschaos umgehen muss und mit Musik am besten aufräumen kann.

 

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Auftritt | Chor | Lebensgefühl | Sing lauter

Ein Gefühlschaos und Musik

von am 31. Dezember 2016

Weihnachten, eine Zeit voller Musik. Ich habe gesungen, wie in meinem ganzen Leben noch nicht und habe festgestellt: Musikgefühl gibt es. Einmal channeled Musik Gefühle. Und Gefühle suchen sich ihre Musik.

Der 12.12.2016. Was ein beschissenes Datum. Meine Mama ist gestorben. Friedlich, still und in Ruhe. Sie fiel in Ohnmacht, das Herz blieb stehen und sie kam nicht mehr zurück. Dankbarer und Versöhnlicher kann der Tod ja einfach nicht kommen, oder?

Ich steckte gerade in den Vorbereitungen zum Weihnachtachtsauftritt des Chors. Ich probte für den Gesangstunterricht „Fields of Gold“ und in meinen Gefühlen brach das Chaos aus.

„Fields of Gold“ bekam nun eine tieferen Sinn und es wird mir wahrscheinlich schwer fallen, es je wieder zu singen. Den Gesangsunterricht brauchte ich nach dem Tod meiner Mama jedoch, so dass ich mit Jasmin nochmals an den Song ging…. All meine Gefühle flossen in den Song… Und er klang wie er klingen sollten. Und es war das schwerste, was ich je getan habe. Gefühle zulassen. Das geht nach wie vor nur durch den Katalysator Musik.

Und ein paar Tage später war der Chorauftritt. „Wenn ich ein Glöcklein wär“. Ein Ave Maria, auf das sich meine Mama so sehr gefreut hat. Es war mir so wichtig es durchzuziehen, gleichzeitig wusste ich jedoch, das würde nicht einfach werden. In den Proben war ich den Tränen nahe, aber beim Auftritt schmetterte ich mein Ave Maria in den Weihnachtshimmel, dass sie sicher stolz auf mich war.

Nach dem Auftritt jedoch, da brachen alle Dämme, ich musste weinen. Da blieb nur nich ein Danke an meine Chorleiterin sagen und sich schnell aus dem Staub zu machen. Das Gefühlschaos von Stolz bis unendlicher Traurigkeit war nicht auszuhalten!

Und wie geht es nun weiter?

Ich mache weiter. Ich freue mich nach drei harten Wochen auf ein wenig Normalität in meinm Leben.

In der 2. Januar Woche geht alles wieder los. Ich sehe Jasmin, ich sehe Kerstin und ich singe weiter. Es braucht einfach von mir mehr Gefühl, damit es gut wird. Vielleicht hat Mama mir das nun beigebracht… Wer weiß, vielleicht kann ich das nun ein wenig mehr zulassen, damit ich sie oben auf der Wolke stolz machen kann und sie lächelnd zu mir runterblickt.

In den letzten Tagen hab ich ein Album gefunden, was mich musikalisches begleitet im Jahreswechsel. Lebenssoundtrack ist so wichtig. Christina Stürmers Album Seite an Seite.

Das alles habe ich vielleicht mit meiner Mama gemacht. Aber sie bleibt an meiner Seite und diese Verbundeheit kann ich musikalisch ausdrücken. Denn Reden war noch nie meine Stärke.

Geht ihr mit mir diesen Weg? Lasst es mich wissen, denn Seite an Seite ist viel schöner als allein.

Mit dem Chor, mit Kerstin, mit Jasmin gehe ich weiter, Seite an Seite. Weil mit Musik alles besser geht und einen trägt.
Denn wenn Wörter nichts mehr sagen, dann sagt Musik einfach alles!

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Gesangsunterricht | Lebensgefühl

Die Sache mit der Kritik

von am 10. November 2016

Nachdem ich mich ja über meinen Fortschritt bei dem Disneysong so gefreut habe, der sicher durch zuviel denken noch immer nicht perfekt ist, habe ich gestern ne ordentliche Klatsche für das Lied erhalten.

Ich weiß nicht, ob ich es „Freundeskreis“ nennen kann, wahrscheinlich eher Bekanntenkreis.

Unter einen Schnipsel, der genauso klang, wie ich das wollte und beabsichtigt habe wurde drunter geschrieben:

„Das ist nicht mein Fall. Viel zu technisch. Zu wenig Gefühl. Vielleicht bin ich zu überkritisch mit dem Lied.“

Zu wenig Gefühl? Zuviel Technik? Ich weiß ja nicht was ich jetzt davon halten soll. Zumindest hört man Technik, darauf kann ich in jedem Fall stolz sein. Der nächste Schritt vom Meister, den ich erklommen habe. Und das mit dem Gefühl, daran arbeite ich. 

Es gibt halt Menschen, denen wird alles in die Wiege gelegt. Das finde ich bewundernswert. Und dann gibt es solche wie mich. Die müssen hart arbeiten, sich immer wieder fördern und es dauert, bis die ersten Schritte erkennbar sind.

Ich finde, ich hab schon viel gelernt, ich kann ganz oft beim Singen schon meinen Kopf ausstellen, aber eben noch nicht immer. So dass man mein ratterndes Gehirn hört.

Ich weiß gar nicht, warum mich diese Kritik so sehr getroffen hat. Dass dieses Lied sicher schon von anderen besser gesungen wurde, dies steht außer Frage. Aber mir geht es auch nicht um das Besser sein, sondern darum, mich herauszufordern und besser zu werden. Und das habe ohne Zweifel geschafft. Ich komm besser in die Höhen, ich hab mir Volumen erarbeitet.

Ich will jetzt auch keine Entschuldigungen suchen, warum da „zu wenig Gefühl“ angeblich drin ist. Das war das, was ich auf meinem heutigen Stand leisten kann. Das will ich dokumentieren. Nicht mehr, nicht weniger!

Meine liebste Jasmin sagte gestern.

„Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“
Recht hat sie. 

Wahrscheinlich trifft mich diese Kritik, weil ich dachte, dieser Mensch weiß, warum ich singe, was meine Idee dahinter ist.
Ihr Lieben, ich will euch keine Bühnenplätze auf Cons klauen. Aber ich möchte singen, was ich mag und was mich gerade ausdrückt. Und wenn das aber „euer“ Lied ist und ich euch das nicht gut genug singe? Dann ist das für euch so. Ich jedoch mag es, ich bin in dem Moment stolz auf mich und das was ich mit harter Arbeit geschafft habe. 

Ich will einfach nur besser sein, als ich gestern noch war, ich will nicht „das Ding“ von irgendwem sein, ich will in erster Linie mein Ding sein. Und wenn das meine „Freunde“ nicht wissen, dann brauch ich sie nicht als „Freunde“.

Kritik nehme ich gerne an, sonst werde ich nicht besser. Aber gerade von den Menschen, die mich begleiten, die ich irgendwie zu Freunden zähle, erwarte ich Kritik auf einem anderen Level. Die sollten sich vielleicht mal mit dem, was ich tu auseinandersetzen? Ein wenig Interesse. Warum singt dieser Mensch, was ist die Absicht und was das Ziel. Ich dachte das von diesem Menschen…. Aber das tut er wohl doch nicht. 

Es geht nicht um mich als fertige Sängerin, sondern es geht um meinen Weg, eine für mich gute Sängerin zu werden!
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​Mein Statement dazu. Ich weiß, was ich kann und weiß ebenfalls, was davon gut ist und was nicht. 

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Gesangsbergleichsproben | Lieblingslied

Ein weiteres Jahr

von am 8. November 2016

Vor einem Jahr nahm ich einen Disneysong auf. Auf Deutsch. Aus dem „Glöckner“ OST. „Gott deine Kinder“ in der Musical Version.

Hier mal die Aufnahme.

 

Vor ein paar Tagen kam mir der Song wieder in den Kopf und ich habe die Version von Bette Midler gehört. Der englische Text ist so schön, dass ich den, obwohl ich Englisch jetzt nicht so gerne von mir gesungen höre, einfach nochmal gesungen habe.

Und es klingt so anders, weicher, voller, entspannter.

Oder wie findet ihr das? Lass mir doch einfach mal eure Meinung da.

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